Pioniergeist

Großlager

Schaeffler gilt als bevorzugter Entwicklungspartner und Lieferant für ganz besondere Herausforderungen an Ingenieure und Wälzlager. Einen weiteren Beleg dafür lieferte die Entwicklung der Nabenlagerung für das „London Eye“, das zum Jahrtausendwechsel 1999/2000 ausgeliefert wurde. Ursprünglich war das Riesenrad nur als vorübergehende Attraktion für einige Jahre geplant. Doch über 36 Millionen Fahrgäste bescherten dem Rad einen unerwartet großen Erfolg und halten es auch über das erste Jahrzehnt hinaus in Bewegung.

 
 
 
 
 

Das Riesenrad in London, in dem ca. 1.500 Tonnen Stahl verbaut wurden, dreht sich mit Hilfe von zwei zweireihigen radialen FAG Pendelrollenlagern, die als Fest-Loslagerkombination in die Nabe des Aussichtsrads eingebaut sind. Das Festlager mit einem Außendurchmesser von 2,66 Metern wiegt 6,3 Tonnen und ist fest auf der Welle montiert. Das Loslager mit einem Außendurchmesser von 2,62 Metern und einem Gewicht von 5,2 Tonnen kann sich auf der Welle hin und her bewegen, um so Längenausdehnungen auszugleichen.

Neben den zentralen Nabenlagerungen sorgen Großgelenklager der Schaeffler-Marke ELGES für den sicheren Stand des London Eye. Die Großgelenklager ermöglichten, dass das Rad beim Aufstellen aus seiner horizontalen Montagelage quer über die Themse in seine vertikale Endposition geschwenkt werden konnte. Seitdem haben die Lager die Aufgabe, kleinste z. B. durch Wind verursachte Bewegungen des Rades auszugleichen, die sonst auf die vergleichsweise starre Stahlkonstruktion einwirken würden.