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Schaeffler AG und IG Metall schließen Zukunftsvereinbarung

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16.04.2018 | Herzogenaurach

  • Weiterentwicklung der Schaeffler Gruppe und Ausrichtung auf Zukunftsthemen auf Basis des gemeinsamen, konstruktiven Dialogs
  • Koordination relevanter Zukunftsthemen über paritätisch besetzten Steuerkreis
  • Stärkung deutscher Standorte und Bekenntnis zur Tarifbindung
  • Qualifizierung und Weiterbildung als Schlüsselthema
  • Innovationsfonds in Höhe von 50 Millionen Euro zur Förderung von Innovation und Realisierung gemeinsamer Zukunftsprojekte

Die Schaeffler Gruppe ist als global agierender Automobil- und Industriezulieferer grundlegenden Veränderungen ihres Markt- und Wettbewerbsumfelds ausgesetzt, die vor allem durch die zunehmende Elektrifizierung, die fortschreitende Digitalisierung, den immer stärker werdenden weltweiten Wettbewerb und die demographische Entwicklung ausgelöst werden.

Nachdem der Vorstand der Schaeffler AG mit seiner Strategie „Mobilität für morgen“ und dem Zukunftsprogramm „Agenda 4 plus One“ die Basis gelegt hat, diese Veränderungen aktiv zu gestalten, haben der Vorstand der Schaeffler AG, der Betriebsrat und die IG Metall heute eine Zukunftsvereinbarung unterzeichnet. Ziel dieser Zukunftsvereinbarung ist es, die Weiterentwicklung und die Transformation der Schaeffler Gruppe – insbesondere mit Blick auf die drei großen Zukunftsthemen E-Mobilität, Industrie 4.0 und Digitalisierung – im Interesse des Unternehmens und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam zu bewältigen und voranzutreiben.

Die Zukunftsvereinbarung beruht auf der Überzeugung des Vorstands der Schaeffler AG und der Betriebsparteien von Schaeffler sowie der IG Metall, dass der notwendige Transformationsprozess im Rahmen eines konstruktiven, die Interessen aller Beteiligten berücksichtigenden Dialogs, erfolgreich gestaltet werden sollte. Es ist dabei allen Beteiligten ein besonderes Anliegen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesem Weg aktiv mitzunehmen und auf die Zukunftschancen vorzubereiten, die der Veränderungsprozess mit sich bringt. Als Teil der Zukunftsvereinbarung wird ein paritätisch besetzter Steuerkreis aus Vertretern des Betriebsrats und der IG Metall sowie Mitgliedern des Vorstands etabliert, der als Koordinations- und Informationsgremium fungiert und sich zu den relevanten Zukunftsthemen abstimmt.

Im Mittelpunkt der Vereinbarung steht dabei neben dem Thema Qualifizierung und Weiterbildung das Ziel, deutsche Schaeffler-Standorte auf wirtschaftlich tragfähige Art und Weise zu stärken. Betriebsbedingte Kündigungen sind grundsätzlich ausgeschlossen. Im Rahmen von Betriebsänderungen sind betriebsbedingte Kündigungen erst zulässig, wenn aus Sicht des Steuerkreises alle Maßnahmen zur Vermeidung der betriebsbedingten Kündigungen nach dieser Vereinbarung ausgeschöpft sind. Im Steuerkreis sind darüber Entscheidungen zu treffen.

Schaeffler bekennt sich darüber hinaus zur Tarifbindung der Metall- und Elektroindustrie und strebt im Rahmen des „One-Schaeffler“-Ansatzes an, gemeinsam mit der IG Metall vergleichbare Arbeitsbedingungen an den Standorten zu schaffen, die bislang noch nicht der Tarifbindung unterliegen. Zudem wird Schaeffler im Rahmen der Zukunftsvereinbarung über einen Zeitraum von fünf Jahren einen Innovationsfonds in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Dieser Fonds dient dazu, Innovation zu fördern und dabei den Ideenreichtum von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktiv zu berücksichtigen, nachhaltige Wertschöpfung zu schaffen, Standorte zu stärken und so Arbeitsplätze langfristig zu sichern.

Grundlage für die Weiterentwicklung der Schaeffler Gruppe ist die Ende 2016 verabschiedete Strategie „Mobilität für morgen“ und das Zukunftsprogramm „Agenda 4 plus One“ mit seinen 20 strategischen Initiativen. Zu diesen 20 Initiativen gehören – neben den bereits genannten Zukunftsthemen E-Mobilität, Industrie 4.0 und Digitalisierung – unter anderem die Initiativen „Qualifizierung für morgen“, „New Work“ oder die Entwicklung der „Fabrik für morgen“. Ziel des Programms „Agenda 4 plus One“ ist es, die Schaeffler Gruppe erfolgreich auf die Herausforderungen der Zukunft auszurichten und so die Voraussetzungen für weiteres nachhaltiges und profitables Wachstum zu schaffen.

Dazu sagte Norbert Lenhard, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates von Schaeffler: „Digitalisierung und Globalisierung beschreiben noch weitgehend unbekannte Herausforderungen und verunsichern deshalb die Menschen. Wenn wir die Zukunftsvereinbarung gut umsetzen, können wir Orientierung geben und die Mitarbeiter bei den unvermeidbaren Veränderungen mitnehmen.“

Corinna Schittenhelm, Personalvorstand und Arbeitsdirektorin der Schaeffler AG, ergänzte: „Wenn wir die Herausforderungen der Zukunft bewältigen wollen, dann geht das nur gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit der Zukunftsvereinbarung legen wir dafür einen wichtigen Grundstein und stellen uns im Schulterschluss mit den Arbeitnehmervertretern für die Zukunft auf.“

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter IG Metall Bayern, sagte: „Mit dieser Zukunftsvereinbarung bekennt sich Schaeffler dazu, den bevorstehenden Transformationsprozess gemeinsam mit der IG Metall und den Betriebsräten zu beschreiten. Wir haben erreicht, dass die Beschäftigten in diesem Prozess weitestgehende Sicherheiten und Perspektiven erhalten. Dazu gehört ein Ausbau der Tarifbindung.“

Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG, ergänzte: „Als global tätiger Automobil- und Industriezulieferer stehen wir vor großen Veränderungen, die wir aktiv mitgestalten wollen. Der Abschluss der Zukunftsvereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein, um den notwendigen Veränderungsprozess im Interesse aller Beteiligten transparent, fair und effizient zu gestalten. Das wird uns helfen, in Zukunft noch beweglicher, schneller und mutiger zu werden.“

Herausgeber: Schaeffler AG
Ausgabeland: Deutschland

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