Schaeffler ist Bundespatenunternehmen von Jugend forscht
Schaeffler ist Bundespatenunternehmen und Gastgeber des 61. Bundesfinales von Jugend forscht, der bedeutendsten Nachwuchsveranstaltung im Bereich Forschung, Technik und Innovation in Deutschland.
Vom 28. bis zum 31. Mai 2026 richtet die Motion Technology Company gemeinsam mit der Stiftung Jugend forscht e. V. das Bundesfinale mit den besten jungen Forscherinnen und Forschern Deutschlands am Stammsitz des Unternehmens im mittelfränkischen Herzogenaurach aus.
Motto „Maximale Perspektive“
Unter dem Motto „Maximale Perspektive“ ist Jugend forscht in die neue Runde gestartet. Bis Ende November konnten sich junge Menschen mit Freude und Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) wieder bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb anmelden. Die Schülerinnen und Schüler, Auszubildenden und Studierenden sind nun aufgerufen, in der 61. Wettbewerbsrunde innovative und spannende Forschungsprojekte zu präsentieren.
Erfahrungen bei Jugend forscht – Schaeffler-Kolleginnen und Kollegen berichten
In den kommenden Wochen stellen wir Schaeffler-Kolleginnen und Kollegen vor, die in ihrer Jugend an Jugend forscht teilgenommen haben. Sie berichten von ihren innovativen Projekten, ihren Erfahrungen aus der Zeit bei Jugend forscht und geben Tipps für die nächste Generation junger Forscherinnen und Forscher.
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Los geht es mit Hannes, der noch heute gerne auf seine Zeit bei Jugend forscht zurückblickt.
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Im zweiten Interview gibt uns Fabian Schech im Gespräch mit Alena Englberger Einblicke in seine Zeit bei Jugend forscht und erzählt, wie es für ihn weiter ging.
Hallo Fabian, schön, dass du dir heute Zeit für uns genommen hast, um über deine Erfahrungen bei Jugend forscht zu sprechen. Magst du dich bitte kurz vorstellen und erzählen, was du aktuell bei Schaeffler machst?
Gerne! Ich bin 29 Jahre alt und arbeite seit 2014 bei Schaeffler in Schweinfurt. Ich bin Supplier Quality Engineer im Lieferantenmanagement. Dabei verantworte ich die Serienqualität von Zulieferteilen und betreue unsere Lieferanten, zum Beispiel im Changemanagement. Qualität und Null-Fehler sind meine Leidenschaft.
Fabian Schech, Supplier Quality Engineer bei Schaeffler
Wie bist du damals zu Jugend forscht gekommen?
Das Ganze begann in der 10. Klasse gemeinsam mit Schulkollegen. Wir wollten über den Chemieunterricht hinaus experimentieren und haben dafür eine AG Jugend forscht gegründet. Später wurde daraus sogar ein Wahlfach an unserer Schule.
An welchem Forschungsprojekt habt ihr gearbeitet?
Wir entwickelten über mehrere Jahre als Projekt „ORENTEC – Organic Energy Technology“ eine Nano-Biogasanlage für die dezentrale Energieversorgung. Die Anlage, die etwa so groß ist wie zwei Kühlschränke, kann mit Haushalts-Bioabfällen betrieben werden.
Was war für dich das Besondere an dieser Zeit?
Besonders spannend für mich war, dass wir früh Kooperationspartner und Sponsoren fanden. So konnten wir in Planung, Konstruktion und Produktion von Nano-Biogasanlagen einsteigen. Den handwerklichen Bau und die Optimierung fand ich faszinierend. Am Ende standen wir sogar kurz davor, ein Start-Up zu gründen.
Gibt es besondere Momente, an die du dich gerne erinnerst?
Ja, auf jeden Fall! Für mich waren die Wettbewerbe immer großartige Events mit einem perfekten Rahmenprogramm. Highlights waren zum Beispiel:
- Das Forschen in Laboren der FAU im Erlanger Schülerforschungszentrum
- Die Auszeichnung mit dem Innovation Award Schulische Förderung der Schaeffler FAG Stiftung 2013 – Innovation nicht nur fordern, sondern auch fördern
- Die Jugend forscht Wettbewerbsausstellung im Deutschen Museum in München
- Die Ausstellung des Projekts am Stand von Jugend forscht auf der RENEXPO 2014, einer internationalen Fachmesse für erneuerbare Energien
- Der Festvortrag bei der STEP Award Gala 2014, einem Unternehmerpreis für Zukunftsbranchen
Wie hat dich die Jugend forscht Zeit persönlich geprägt?
Die Jahresmottos „Deine Idee lässt Dich nicht mehr los?“ und „Verwirkliche Deine Idee.“ haben mich angesprochen und passten perfekt zu unserem Projekt. Die Erfahrungen haben mich stark motiviert und mir gezeigt, dass kein Weg zu weit ist. Rückblickend war das Projekt Türöffner zu weiteren Wirtschafts- und Innovationswettbewerben.
Was hast du für deinen weiteren Weg mitgenommen?
Ich habe nicht nur viele wertvolle Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen, sondern auch mein Berufsziel klarer definiert: Ingenieur = technischer Problemlöser. Das alles hat meinen Werdegang nachhaltig beeinflusst.
Wie ging dein Weg nach Jugend forscht weiter?
Ich habe bei Schaeffler das „Two in One“-Programm absolviert – eine Kombination aus Ausbildung zum Industriemechaniker und Maschinenbaustudium mit einem Auslandspraktikum in China. Privat engagiere ich mich weiterhin für erneuerbare Energien, zum Beispiel betreibe ich PV-Anlagen mit Stromspeichern und verwalte ein Nahwärmenetz.
Hast du heute noch Berührungspunkte zu Jugend forscht?
Ja, ich verfolge das Wettbewerbsgeschehen immer noch mit großem Interesse und besuche regelmäßig die Wettbewerbsausstellungen.
Danke für die spannenden Einblicke. Hast du abschließend noch einen Tipp für die Jungforschenden, die sich auf den Wettbewerb vorbereiten?
Absolut! Wie das Motto schon sagt, habt ihr die „maximale Perspektive“. Präsentiert euer Projekt mit Exponaten und Anschauungsmaterial, das kommt bei der Jury immer gut an.
Fabian hat gemeinsam mit seinem Projektteam alle Ereignisse auf einer Facebook-Seite festgehalten. Schauen Sie gerne vorbei!
Jugend forscht
Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel der gemeinsamen Initiative von Bund, Ländern, stern, Wirtschaft, Wissenschaft und Schulen ist es, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern. Anmelden können sich junge Menschen bis 21 Jahre. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer suchen sich selbst eine interessante Fragestellung, die sie mit naturwissenschaftlichen Methoden bearbeiten. Den Gewinnerinnen und Gewinnern winken Geldpreise sowie Praktika, Studienreisen und die Teilnahme an internationalen Wettbewerben.